Clash of the Universe – Symposium de Sentias et Artes

Symposium I – Das etwas andere Gastmahl

„Ich glaube und hoffe, dass irgendeines Tages die Naturwissenschaft alle Fragen der Philosophie beantworten werden kann“ – Zitat und eine gewagte These einer wundervollen, intelligenten Freundin. Sie ist in ihrem Denken sehr vorangeschritten. Sie studiert mit 16 Jahren Biologie und Chemie.

Eine Überfliegerin und Materialistin, die keine sozialen Schwierigkeiten zu besitzen scheint. An einem Gespräch zu Abendessen bei ihr zu Hause, es gibt vegane Linsensuppe und Wasser und Bier aus Biergläsern, findet eine Lobrede an die Wissenschaften statt. Mit voller Inbrunst wird versucht, die Notwendigkeit der Philosophie infrage zu stellen und das Zurecht.
Denn die Philosophie scheint alles kompliziert zu machen. Mit den vielen Fragen und den wenigen Antworten, die die Philosophie ihr Eigen nennt.

Die Philosophie scheitert an sich selbst.

„Philosophen, so kommt es mir vor, sind gescheiterte Naturwissenschaftler, die Fragen zur Natur der Dinge und zur Wirklichkeit der Welt gestellt haben, aber keine Antwort finden konnten. Sobald aber jemand eine Antwort finden konnte, wurde er oder sie als Naturwissenschaftler erkoren. Die Naturwissenschaft liefert fakten. Sie kann die Welt erklären. Oder nicht?

Irgendwie brauchen wir die Philosophie mit ihren Fragen, auf die es keine Antwort gibt nicht. Aber es stimmt schon: Nur durch die Fragen von Philosophen, scheint es, gab es dann irgendwie Fortschritt.“, so ein sehr aussagekräftiger Einwand des Zwillingsbruders unserer Freundin. Ich muss an den Satz denken: „Die Philosophie ist die Mutter aller Wissenschaften.“

Zugegeben ich studiere Philosophie und Theologie und das bedeutet, dass ich durch die vorige Aussage natürlich in Bedrängnis komme. Und noch viel mehr in Bedrängnis komme ich, als in mir eine Stimme sagt: „Die Theologie ist die Herrin der Philosophie. Denn sie beschäftigt sich mit dem Höchsten und dem Ersten.“ Man sieht, selbst zwischen Theologie und Philosophie werden immer wieder Gräben aufgerissen.

Symposium II – Der Höhepunkt des Gastmahls

Ich könnte ja meinen Job verlieren, wie mein Zwillingsbruder mit einem Lachen kommentiert. Er spielt heute Abend den Sokrates, den Weisen und antwortet wie ein Sen-Meister antworten würde, also seines Erachtens. Und bevor ich zu meiner Lobrede an die Philosophie ansetzen kann, scheint mein Bruder einen größeren Einwand zu bringen.

Es ist die Frage, warum wir überhaupt immer alle eine Lobrede halten müssen. Und weil wir es tun, folgt glücklicherweise immer ein Fortschritt. Denn nur wenn sich Philosophie, Geisteswissenschaft, Theologie und Naturwissenschaft um die Vorherrschaft ringen, können neue Ideen entstehen.

Deswegen brauchen wir also doch irgendwie die Kreativität der philosophischen Absurditäten und Gedanken. Und da gebe ich ihm ausnahmsweise recht. Die Philosophie wird, egal was, immer neue Fragen haben, bei denen auch die Naturwissenschaften an ihre Grenzen stoßen und ins Grübeln geraten.

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